Was hängt, nimmt keinen Platz weg und bewegt sich im Luftzug — deshalb wirkt Herbstdeko vor dem Fenster oder über der Tür oft lebendiger als alles auf der Fensterbank. Die meisten Ideen hier kosten nur einen Spaziergang: ein Ast, Zapfen, Kastanien, Blätter. Vorne stehen die Motive, die auf Pinterest am häufigsten gemerkt werden, hinten die Bastelideen für Nachmittage mit Kindern.
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Ein Ast-Mobile mit Zapfen, Beeren und Blättern

Kein Motiv taucht bei Herbstdeko zum Aufhängen so oft auf wie dieses: ein Ast, waagerecht vor dem Fenster, und daran an Schnüren alles, was der Spaziergang hergegeben hat. Es sieht nach viel aus und kostet nichts.
Such einen trockenen Ast, der etwas kürzer ist als dein Fenster breit. An beiden Enden eine Juteschnur festknoten und an der Gardinenstange oder an zwei Haken aufhängen. Daran kommen fünf bis sieben Schnüre in unterschiedlicher Länge, an jede ein Zapfen, ein Bündel Vogelbeeren oder zwei, drei Eichenblätter. Zapfen bindest du am einfachsten zwischen den unteren Schuppen fest.
Häng die schweren Zapfen an die Enden und die leichten Blätter in die Mitte, dann bleibt der Ast gerade. Ungerade Anzahlen und versetzte Längen wirken ruhiger als gleichmäßige Reihen.
Ein Mini-Mobile aus einem einzigen Zweig

Für ein schmales Fenster, einen Schrankknauf oder den Haken im Flur ist der große Ast zu viel. Ein handlanges Zweigstück mit einem Bündel Blätter darunter wirkt dort genauso, nur im Kleinen.
Knote eine Schlaufe aus Juteschnur in die Mitte des Zweigs. Darunter bindest du drei, vier Schnüre an: an die mittlere zwei große Blätter in Rot und Orange, an die äußeren einen Zapfen und zwei Eicheln. Eicheln hält ein Tropfen Heißkleber an der Kappe.
Gepresste Blätter halten deutlich länger als frische — zwei Tage im dicken Buch reichen. Drei oder vier dieser Mini-Mobiles nebeneinander in verschiedenen Höhen ergeben schon eine ganze Fensterdeko.
Lichterkette am Ast mit Blättern

Über dem Esstisch oder vor dem Fenster wird ein Ast mit herabhängender Lichterkette zum Lichtvorhang. Mit kleinen Blättern dazwischen sieht es aus, als fielen sie gerade vom Baum.
Du brauchst eine Lichterkette mit vielen dünnen Strängen, wie es sie als Vorhang oder „Wasserfall“ gibt, und einen geraden Ast. Die Stränge um den Ast legen und mit Draht sichern, sodass sie in unterschiedlicher Länge herunterhängen. Dann kleine Blätter mit einem Stück Blumendraht oder Washi-Tape an einzelne Stränge setzen.
Nimm ausschließlich LED-Lichterketten, am besten mit Batterie oder USB und Timer. Sie werden nicht heiß, und trockenes Laub darf direkt daran hängen. Künstliche Blätter halten die ganze Saison, echte gepresste etwa drei Wochen.
Kastanienketten vor dem Fenster

Kastanien sammelt jeder, aber die wenigsten hängen sie auf. Dabei sehen sie aufgefädelt im Fenster schöner aus als in der Schale: Senkrecht hängend fängt jede Kastanie ihr eigenes Licht.
Frische Kastanien lassen sich noch gut durchbohren. Mit einem dünnen Bohrer oder einer kräftigen Ahle ein Loch durch die Mitte machen und die Kastanien auf Juteschnur oder Paketband fädeln. Zwischen je drei, vier Kastanien ein gepresstes Ahornblatt mit auffädeln, unten einen dicken Knoten setzen.
Fünf Stränge in leicht unterschiedlicher Länge an der Gardinenstange sehen aus wie ein Vorhang. Kastanien trocknen dabei aus und werden matter — nach drei, vier Wochen ist ihre Zeit vorbei, dann kommen sie in die Biotonne.
Laubgirlande über dem Türrahmen

Der Türrahmen zwischen Flur und Wohnzimmer ist eine Stelle, an die kaum jemand denkt. Eine üppige Laubgirlande darüber verwandelt den Durchgang, und weil sie oben hängt, stößt niemand dagegen.
Am einfachsten geht das mit zwei, drei fertigen Kunstlaub-Girlanden, die du zusammendrehst und mit ein paar Zweigen Hagebutte oder Vogelbeere ergänzt. Befestigt wird alles mit transparenten Klebehaken oben an den Ecken des Rahmens, die sich rückstandslos abziehen lassen.
Lass die Girlande an den Seiten ein Stück herunterfallen, etwa bis auf Schulterhöhe. Erst dadurch wird aus der Linie ein Rahmen. Echte Beeren tauschst du nach zwei Wochen aus, das Kunstlaub hält bis November.
Ein Türbouquet am Holzkleiderbügel

Ein alter Holzkleiderbügel ist die einfachste Alternative zum Türkranz. Die Stiele werden kopfüber an der Querstange festgebunden, und das Ganze sieht aus wie ein Strauß, der an der Tür zum Trocknen hängt.
Binde zuerst die längsten Zweige an, zum Beispiel Eukalyptus oder Gräser, dann kürzere: Hopfen, Hagebutten, ein paar Zapfen an Draht. Jedes Bündel mit Blumendraht an der Stange festwickeln, zum Schluss eine Juteschleife über die Drahtstellen legen.
Der Bügel hängt am Türhaken oder über einem Türhänger. Weil fast alles daran von selbst trocknet, sieht das Bouquet nach vier Wochen anders aus, aber nicht schlechter. An der Haustür sollte sie überdacht sein, sonst schimmeln die Gräser.
Hängende Kürbisse aus Papier

Kürbisse hängen? Aus Papier geht das, und sie gehören zu den Motiven, die zu diesem Thema am häufigsten gemerkt werden. Große Papierkürbisse wiegen fast nichts und hängen an einem Nylonfaden wie schwebend vor dem Fenster.
Fertig gibt es sie als Wabenpapier-Kürbisse zum Auffalten. Selbst gemacht: Aus Tonpapier acht gleich breite Streifen schneiden, an beiden Enden übereinanderlegen und mit einer Musterklammer verbinden, dann zur Kugel auffächern. Ein Stück Zweig als Stiel oben hineinstecken.
Drei Kürbisse in unterschiedlicher Höhe wirken am besten. Mit einer Ranke aus Kunstlaub zwischen den Fäden sieht es aus, als wüchsen sie am Fenster.
Eine Girlande aus gepressten Herbstblättern

Die einfachste aller Girlanden braucht nur Blätter und Schnur. Der Unterschied zwischen schön und welk liegt im Pressen: Frische Blätter rollen sich nach zwei Tagen ein, gepresste bleiben flach und behalten ihre Farbe.
Leg die Blätter zwei bis drei Tage zwischen Zeitungspapier in ein schweres Buch. Dann den Stiel jedes Blatts mit einem Stück Washi-Tape oder einer Mini-Holzklammer an einer Juteschnur befestigen, etwa eine Handbreit Abstand. Wer will, setzt zwischen die Blätter ab und zu eine Eichel.
Mehrere Girlanden in Bögen übereinander, über einem Sideboard oder der Sofawand, wirken mehr als eine einzelne Linie. Mit einem Hauch Haarspray auf beiden Seiten bleiben die Farben länger kräftig.
Girlanden aus Filzblättern

Echte Blätter halten eine Saison, Filzblätter halten Jahre. Eine Girlande aus Filz in Senfgelb, Rost und Braun ist deshalb die Variante, die im September aus der Kiste kommt und im November wieder hineingeht.
Zeichne eine Ahorn- und eine Eichenblattform auf Pappe, schneide sie als Schablone aus und übertrag sie auf Filzplatten. Mit Nadel und Stickgarn eine Mittelrippe aufsticken, das gibt dem Blatt Struktur. Dann die Blätter abwechselnd mit kleinen Filzkugeln auf einen festen Faden ziehen.
Zwei Millimeter dicker Filz hängt gerade und rollt sich nicht. Dünner Bastelfilz wellt sich nach ein paar Tagen.
Ein Türkranz aus Naturmaterial

Ein Kranz an der Tür ist der Klassiker, und er wird besser, je weniger man draufpackt. Ein Rohling aus Weide oder Rebe ist schon für sich schön; drei, vier Akzente machen daraus einen Herbstkranz.
Setz die Deko asymmetrisch auf eine Seite des Kranzes, etwa ein Drittel des Rings. Erst Eichen- oder Buchenlaub als Grundlage mit Wickeldraht befestigen, dann Hagebutten, ein paar Zapfen und Hopfendolden darauf. Der Rest des Rings bleibt frei.
Aufgehängt wird der Kranz an einem Türhänger über dem Türblatt oder an einem breiten Band. Draußen hält er sich am besten an einer überdachten Tür.
Mini-Kränze aus Beeren und Zweigen

Kleine Kränze von zwanzig Zentimetern sind schneller gebunden als große und passen an jeden Fenstergriff. Zwei oder drei übereinander an einer Schnur sehen aus wie eine Kette.
Biege ein paar frische Birken- oder Weidenzweige zu einem Ring und umwickle ihn lose mit den restlichen Zweigen, bis er hält. Dann Zweige mit Beeren dazwischen stecken: Hagebutte, Schneebeere, Feuerdorn oder Zierapfel.
Frische Zweige lassen sich leicht biegen, trockene brechen. Am besten bindest du die Kränze am Tag des Sammelns.
Eine Girlande aus Hagebutten

Hagebutten sind die Kastanien unter den Beeren: fest, glänzend und gut aufzufädeln. Eine Kette aus ihnen leuchtet rot im Fenster und trocknet langsam ein, ohne abzufallen.
Fädel die Hagebutten mit einer dicken Nadel auf festen Faden oder Blumendraht, immer quer durch die Mitte. Zwischen ein paar Früchten ein kleines Blatt oder einen Zweig Vogelbeeren einsetzen, dann wirkt die Kette lockerer.
Nach zwei Wochen sind die Hagebutten dunkelrot und leicht schrumpelig — dann sehen sie aus wie getrocknet gekauft. Hagebutten stammen von Wildrosen am Wegrand, in Naturschutzgebieten bitte nicht pflücken.
Hängende Kugeln aus Moos

Grün im Herbst? Gerade deshalb fallen Mooskugeln zwischen all dem Orange auf. Mit ein paar Blättern und einem Zapfen obendrauf gehören sie trotzdem in die Saison.
Als Kern dient eine Styropor- oder Papierkugel. Sie wird mit Bastelkleber eingestrichen und mit Moos belegt, das du anschließend mit grünem Wickeldraht umwickelst — dann hält es auch, wenn der Kleber nachgibt. Eine Drahtschlaufe oben hineinstecken und Juteschnur daran.
Moos nimmst du aus dem eigenen Garten oder aus dem Bastelladen. Ein Sprühstoß Wasser pro Woche hält es grün.
Anhänger aus bemalten Blättern

Getrocknete Blätter mit etwas Farbe sind die Brücke zwischen Bastelstunde und Wohnzimmerdeko. Besonders schön wirkt es, wenn nur ein Teil des Blattes bemalt wird und der Rest natur bleibt.
Nimm große, feste Blätter wie Platane, Ahorn oder Walnuss und press sie zwei Tage. Dann mit Acrylfarbe in Weiß, Creme oder Gold die Spitze oder eine Hälfte bemalen. Ist die Farbe trocken, kommt ein Faden an den Stiel, und die Blätter hängen in verschiedenen Längen an einem Ast.
Mit Kindern geht das auch als Muster: Punkte, Streifen, Adern nachziehen. Sprühlack auf der Rückseite macht die Blätter bruchfester.
Ein Mobile aus Trockenblumen

Trockenblumen sind meist blass. Erst Lampionblumen und Hagebutten machen aus einem Trockenblumen-Mobile eine Herbstdeko — ihr Orange und Rot tragen die ganze Farbe.
Nimm einen Holz- oder Metallreifen von etwa dreißig Zentimetern und binde Gräser, Strandflieder und Lampionblumen in kleinen Büscheln rundherum fest. An den Reifen kommen vier Schnüre, die oben zu einer Schlaufe zusammenlaufen, und nach unten ein paar Fäden mit einzelnen Lampions.
Trockenblumen verblassen in der direkten Sonne schnell. Ein Fenster nach Norden oder Osten hält die Farben über Wochen.
Laternen aus Herbstblättern

Laternen aus Herbstblättern kennt man vom Martinsumzug — aufgehängt im Fenster leuchten sie den ganzen November weiter. Das Licht von innen bringt jede Blattader zum Vorschein.
Blas einen Luftballon auf und bekleb ihn mit drei Schichten weißem Seidenpapier und Tapetenkleister. In die letzte Schicht drückst du gepresste bunte Blätter und überstreichst sie noch einmal mit Kleister. Nach einem Tag Trocknen den Ballon aufstechen, oben eine Öffnung schneiden und einen Drahtbügel einsetzen.
Leuchten darf darin nur ein LED-Teelicht. Papier und trockene Blätter fangen an einer echten Kerze sofort Feuer.

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Igel aus Kastanien zum Aufhängen

Ein Klassiker für Nachmittage mit Kindern, der sich auch aufhängen lässt: Kastanien-Igel an einem Zweig vor dem Fenster sehen aus, als kletterten sie darin herum.
Bohr mit einem Vorstecher viele kleine Löcher in die helle Seite einer großen Kastanie und steck halbierte Zahnstocher hinein, das sind die Stacheln. Die glatte braune Seite bleibt frei, dort kommen mit Filzstift zwei Augen und eine Nase hin. Durch ein Loch oben einen Faden ziehen und verknoten.
Wer es weicher mag, klebt statt Zahnstochern kleine Stücke getrockneter Blätter als Stacheln an. Zahnstocher sind spitz — für kleine Kinder lieber die Blattvariante.
Eulen aus Holzscheiben

Aus Baumscheiben werden mit wenigen Handgriffen Eulen, und die Maserung macht jede anders. Als Anhänger am Zweig oder am Fenstergriff bleiben sie von Jahr zu Jahr.
Für den Körper eine Holzscheibe von etwa acht Zentimetern, für die Augen zwei kleine von zwei Zentimetern, dazu ein Stück Eichel- oder Bucheckernhülle als Schnabel. Alles mit Holzleim oder Heißkleber aufsetzen, Pupillen mit schwarzem Stift malen, zwei Blätter als Flügel seitlich ankleben.
Baumscheiben gibt es im Bastelladen fertig geschliffen. Oben eine kleine Schraubösen eindrehen, dann hält der Faden sicher.
Filztiere für das Fenster

Filztiere sind die Herbstdeko für alle, die gern nähen. Ein Fuchs, ein Eichhörnchen und ein Igel an einem Ast im Fenster erzählen eine kleine Waldgeschichte.
Jedes Motiv wird zweimal aus Filz geschnitten, mit Überwendlingsstich zusammengenäht und vor dem Schließen mit etwas Füllwatte ausgestopft. Augen sind zwei Stiche schwarzes Garn. Oben einen Faden einnähen.
Vorlagen findest du als einfache Umrisse in jedem Malbuch — je schlichter die Form, desto besser sieht das Tier aus Filz aus.
Ein Traumfänger im Herbstlook

Ein Traumfänger wird herbstlich, wenn an ihm statt bunter Federn Blätter, Eicheln und Zapfen hängen. Der Ring mit Netz bleibt, nur das Behängte wechselt.
Umwickle einen Holz- oder Metallring mit Juteschnur. Für das Netz einen dünneren Faden in gleichmäßigen Abständen um den Ring schlingen und Runde um Runde nach innen knoten, bis in der Mitte ein kleines Loch bleibt. Unten drei, vier Schnüre anknoten und daran gepresste Blätter, Eicheln und ein paar Federn befestigen.
Das Netz braucht beim ersten Mal etwas Geduld — wer es schneller will, spannt nur ein paar Fäden kreuz und quer über den Ring.
Hängende Gläser mit Herbststrauß

Ein Glas an einer Schnur wird zur hängenden Vase. Drei davon in unterschiedlicher Höhe vor dem Fenster sind eine schöne Lösung, wenn die Fensterbank schon voll ist.
Wickle Draht zweimal fest unter den Rand eines Einmachglases und bieg daraus einen Henkel, an den die Juteschnur kommt. Ein paar Zentimeter Wasser hinein, dann einen kleinen Strauß aus Eukalyptus, Laubzweigen oder Beeren hineinstellen.
Zieh den Draht wirklich fest an, bevor das Glas über dem Boden hängt — mit Wasser ist es schwerer, als man denkt. Kerzen gehören hier nicht hinein: Ein hängendes Glas schwankt, und die Zweige ragen in die Öffnung. Wer Licht will, legt eine kleine Batterie-Lichterkette dazu.









