Unter der Dachschräge entscheidet die Höhe, nicht die Fläche. Tipp unten an, ob Wanne, Dusche oder beides rein soll, wie groß das Bad ist, ob es ein Fenster hat und ob die Waschmaschine mit muss. Der Planer zeigt dir, was in die volle Raumhöhe gehört, was unter die Schräge darf, mit Beispielbild und Tipps.
So funktioniert der Planer
Vier Fragen, jede mit Kacheln zum Antippen:
- Wanne, Dusche oder beides: Davon hängt am meisten ab, was die volle Raumhöhe braucht.
- Größe: klein bis etwa 5 m² oder mittel bis etwa 9 m². In einem kleinen Bad teilen sich Wanne und Dusche oft einen Platz.
- Fenster: Mit Fenster geht es um Tageslicht und Lüften, ohne Fenster um Lüfter und Kunstlicht.
- Waschmaschine: Sie braucht Anschlüsse und einen festen Platz, im kleinen Bad unter der Schräge, im größeren als Säule.
Der Planer rechnet keine Punkte, sondern sortiert jedes Teil in eine von drei Höhenzonen. Die Grenzen bei etwa 1,20 m und 2 m sind Faustregeln für die Planung, keine Norm. Die 24 Beispielbilder sind mit KI erzeugt, je eines für jede Antwort-Kombination.
Die drei Höhenzonen unter der Schräge
Die einfachste Regel fürs Dachbad lautet: Stehen in der vollen Höhe, Sitzen unter der Schräge, Liegen und Verstauen ganz unten. Daraus ergeben sich drei Zonen.
- Volle Höhe, ab etwa 2 m: Dusche, der Platz vor dem Waschtisch, die Tür. Überall, wo du länger aufrecht stehst.
- Unter der Schräge, etwa 1,20 bis 2 m: WC, das Becken des Waschtischs, das Kopfende der Badewanne. Hier sitzt du oder beugst dich nach vorn.
- Niedrig, unter etwa 1,20 m: das Fußende der Wanne, Regale, Körbe und Einbauschränke im Kniestock. Kniestock heißt das Stück senkrechte Wand, bevor die Schräge beginnt.
Bevor du Möbel aussuchst, markier am Boden mit Kreppband zwei Linien: dort, wo die Decke etwa 2 m hoch ist, und dort, wo sie etwa 1,20 m hoch ist. Mit diesen zwei Streifen siehst du sofort, wie viel volle Höhe du wirklich hast. Meist ist es weniger, als der Grundriss vermuten lässt.



Dusche unter der Dachschräge
Die Dusche ist das Teil, das am meisten Höhe braucht, denn du stehst darin und die Brause hängt über deinem Kopf. Sie gehört deshalb an den höchsten Punkt des Raums. Als Faustregel gelten dort rund zwei Meter, bei großen Menschen eine Handbreit mehr als die Körpergröße.
Im kleinen Bad wirkt eine feste Glaswand ruhiger als eine Duschkabine mit Rahmen, und der Blick geht bis zur Schräge durch. Eine bodengleiche Dusche braucht Gefälle zum Abfluss. Im Dachgeschoss lohnt es sich, vorher prüfen zu lassen, ob der Fußbodenaufbau dafür reicht. Ideen zur Aufteilung findest du in Kleines Bad mit Dachschräge und Dusche und Dachbad ohne Badewanne.
Badewanne unter der Schräge
Zum Liegen braucht es wenig Höhe. Die Wanne ist deshalb das Teil, das den niedrigen Bereich am besten nutzt: längs an der Kniestockwand, das Kopfende zur hohen Seite, damit du aufrecht sitzen kannst, das Fußende im niedrigsten Teil. Die Armaturen setzt du an die Längswand oder ans Kopfende, dann stößt du beim Aufstehen nicht an die Schräge.
Sollen Wanne und Dusche in ein kleines Bad, reicht die Fläche meist nicht für beides getrennt. Dann wird das hohe Ende der Wanne zur Duschzone, mit Brause und einer Glasklappe, die sich beim Baden zur Seite schwenken lässt. Wie das bei mehr Platz aussieht, zeigt Wanne und Dusche unter der Schräge anordnen.


Bad ohne Fenster: Licht und Lüftung
Ohne Fenster kann die Feuchtigkeit nach dem Duschen nicht einfach hinaus. Ein innenliegendes Bad braucht deshalb einen elektrischen Lüfter, die Regeln dafür stehen in der DIN 18017-3. Lass ihn nach dem Duschen nachlaufen, viele Geräte haben dafür einen Nachlauf.
Beim Licht hilft es, in Schichten zu denken: Deckenspots für die Grundhelligkeit, ein Spiegel mit Licht fürs Gesicht und ein warmes Akzentlicht, zum Beispiel ein LED-Band in einer Nische oder an der Schräge. Helle Fliesen und eine große Spiegelfläche verteilen das Licht. Mehr dazu in Bad unter der Dachschräge ohne Fenster und Badbeleuchtung bei Dachschräge.
Hat das Bad ein Dachfenster, häng den Spiegel so, dass das Tageslicht von vorn oder von der Seite auf dein Gesicht fällt. Von hinten stehst du im eigenen Schatten.
Waschmaschine im Dachbad
Ein Frontlader ist rund 85 cm hoch und um die 60 cm breit. Im kleinen Bad passt er oft unter die Schräge, dort, wo sie noch etwa einen Meter hoch ist, mit einer durchgehenden Ablage darüber, die gleich als Fläche neben dem Waschtisch dient. In einem größeren Bad verschwindet die Maschine in einem Hochschrank, auf Wunsch mit Trockner darüber. Dafür braucht es die volle Höhe.
Plan die Anschlüsse früh mit: Wasser, Abfluss und eine Steckdose. Für Steckdosen im Bad gelten Schutzbereiche rund um Wanne und Dusche (DIN VDE 0100-701), wo genau sie hin darf, legt der Elektriker fest. Steht die Maschine auf einer Holzbalkendecke, kann sie beim Schleudern schwingen. Ein fester, ebener Untergrund und eine Dämpfungsmatte helfen. Die ganze Planung Schritt für Schritt: Dachbad mit Waschmaschine planen.


Häufige Fragen
Wie hoch muss die Decke über der Dusche sein?
Dort, wo du unter der Brause stehst, sollte die Decke als Faustregel rund zwei Meter hoch sein, bei großen Menschen eine Handbreit mehr als die Körpergröße. Deshalb gehört die Dusche an den höchsten Punkt des Raums und nicht unter die Schräge.
Kann das WC unter die Dachschräge?
Ja. Zum Sitzen reicht deutlich weniger Höhe als zum Stehen. Wichtig ist, dass du beim Aufstehen nicht an die Schräge stößt und davor aufrecht stehen kannst. Ein wandhängendes WC spart dabei Platz am Boden.
Passt eine Waschmaschine unter die Schräge?
Oft ja. Ein Frontlader ist rund 85 cm hoch. Wo die Schräge noch etwa einen Meter hoch ist, passt er mit einer Ablage darüber. Trockner obendrauf geht nur in der vollen Raumhöhe. Miss vorher dein Gerät und denk an Wasser, Abfluss und Steckdose.
Was brauche ich, wenn das Bad kein Fenster hat?
Einen elektrischen Lüfter, für innenliegende Bäder regelt das die DIN 18017-3. Dazu Licht in mehreren Schichten: Deckenspots, ein Spiegel mit Licht und ein warmes Akzentlicht. Helle Fliesen helfen, das Licht zu verteilen.
Wo kommt die Badewanne hin?
Unter die Schräge, längs an der niedrigen Wand. Das Kopfende zeigt zur hohen Seite, damit du aufrecht sitzen kannst, das Fußende darf in den niedrigsten Teil. So nutzt die Wanne genau die Fläche, auf der sonst kaum etwas Platz hat.
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